Der SPD-Kreisverband Kelheim lud zur Pressekonferenz um ihren Spitzenkandidaten Stephan Schweiger vorzustellen

Unterbezirk

Der SPD-Kreisverband Kelheim der SPD lud am 19.03.2019 zur Pressekonferenz in die Klosterschenke Weltenburg, um ihren Spitzenkandidaten, für die im kommenden Jahr anstehenden Kommunalwahlen, Stephan Schweiger vorzustellen. Die Sozialdemokraten setzen große Hoffnungen in den Stausackerer. Erklärtes Ziel ist es, die Anzahl der Sitze im Kreistag zu erhöhen und die Freien Wähler von der Position der zweitgrößten Fraktion zu verdrängen.

 

 

Bild: Dengel.  v.l.: Horst Hartmann (1. Bürgermeister Kelheim), Spitzenkandidat Stephan Schweiger, Johanna Werner-Muggendorfer (Kreisvorsitzende), Bernhard Rieger (2. Bürgermeister Neustadt an der Donau), Karsten Wettberg (Kreisrat)

 

 

Die Pressekonferenz wurde durch die Vorsitzende des Unterbezirks Frau Johanna Werner-Muggendorfer eröffnet, die bis vor Kurzem für den Landkreis als Abgeordnete im Bayerischen Landtag tätig war. Die Kreisvorsitzende lobte die Harmonisierung der Wahltermine zur Landratswahl und zur Kommunalwahl. Nach vielen Jahren ist die Zusammenlegung eine große Erleichterung für die Wählerinnen und Wähler, die Kassen der Gemeinden und der ehrenamtlichen Wahlhelfer. Positiver Aspekt für den Amtsinhaber ist zudem, dass er dadurch noch ein weiteres Mal antreten kann, was sonst laut Artikel 39 des Gesetzes über die Wählbarkeit zum Landrat aus Altergründen nicht mehr möglich wäre.

Stephan Schweiger offenbarte sich als Gegner der Ausweisung eines Nationalparks an der Donau. Er sei zwar der Meinung, dass die Donau „teilweise ihren Weg selber suchen darf“, allerdings müsse aber auch das Umlagern von „etwas Kies“ bei der Schiffsanlegestelle möglich sein.

Schweiger zeigte sich außerdem als Kritiker einer allzu freigiebigen Ausgabepolitik des derzeitigen Landrats Neumeyer. So sollten seiner Meinung nach die Pläne zum Ausbau des Landratsamtes, die mit 25 Millionen Euro zu Buche schlagen würden, „ganz weit hinten in der Schublade“ ihren Platz finden. Es würden sich schon genug „Baustellen“ im Landkreis befinden, er verwies dabei beispielweise auf Investitionen in die Goldberg-Klinik Kelheim, von denen 22,6 Millionen Euro am Landkreis hängen bleiben würden. „Die beschlossenen Maßnahmen an den Krankenhäusern Kelheim und Mainburg sind der richtige Weg“, so Schweiger. „Die gesundheitliche Grundversorgung unserer Bürger muss gewährleistet bleiben.“

Besonders deutlich wurde Schweiger beim fahrerlosen Bus zum Kloster Weltenburg, der über fünf Jahre Kosten von 1,3 Millionen Euro produzieren würde. „Wir sollten lieber wichtige Projekte in Angriff nehmen, als solche unsinnigen Prestigeprojekte!“ Ein wichtiges Zukunftsprojekt ist seiner Meinung nach ein verstärkter Klimaschutz im Landkreis Kelheim: „Unsere Kinder sollten nicht unsere Schulden abbezahlen, weder finanziell noch beim Zustand unserer Erde.“ Schweiger plädierte für eine deutlich intensivere Nutzung von modernen und nachhaltigen Energiequellen wie Solarenergie und Wind.

Der Hoffnungsträger der Sozialdemokraten ist sich bewusst, dass sein Kampf kein leichter sein wird. Allerdings könne er, anders als bei anderen Parteien, auf seine Parteikollegen zählen. Man unterstütze sich gegenseitig. „Wir sind einig“ sagte er und die anwesenden Genossen nickten.

 

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